- Betrüger nutzen verschiedene Methoden wie Skimming oder Phishing, um an Kartendaten zu gelangen
- Sicherheitsmaßnahmen wie das 3D-Secure-Verfahren erschweren den Betrug
- Bei verdächtigen Abbuchungen sollte die Karte sofort gesperrt und die Bank informiert werden
Welche Arten von Kreditkartenbetrug gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Kreditkartenbetrug, die einen hohen finanziellen Schaden für Sie zur Folge haben können. Die häufigsten Betrugsmethoden sind Skimming, Phishing und Diebstahl.
Welche Betrugsarten sind bekannt?
Phishing, Identitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug und nicht autorisierte Abbuchungen sind als Betrugsmaschen bei Bezahlungen über das Internet fast allen Befragten bekannt. Das ergab eine Umfrage im Rahmen der PwC Studie „Payment Fraud 2025“.
Demnach sind zumindest die Begrifflichkeiten Vishing, also der Betrug per Telefon, Quishing (gefälschter QR-Code) und Smishing (Betrug per SMS) weniger bekannt. Nur 9 Prozent der Befragten konnten sich unter dem Begriff Smishing etwas vorstellen, Phishing hatten dagegen bereits 75 Prozent bereits gehört.
Ausgewählte Sicherheitsmerkmale einer Kreditkarte | |
|---|---|
| Kartenprüfnummer: Der Card Validation Code (CVC/CVV) ist ein Sicherheitscode auf Kreditkarten – die drei- oder vierstellige Prüfnummer ist auf Ihrer Karte aufgedruckt. | PIN: Mit Ihrer Geheimzahl können Sie an Automaten Bargeld abheben oder in Geschäften bezahlen. |
| UV-Sicherheit: Viele Kreditkartenanbieter integrieren eine sogenannte UV-Sicherheit in ihre Karten – unter ultraviolettem Licht sind dann bestimmte Elemente erkennbar. | 3D-Secure-Verfahren: Inhaber von Kreditkarten bestätigen elektronische Zahlungen mit einem zweiten Faktor, wie einem Passwort, einer TAN oder biometrischen Merkmalen. |
| Hologramm: Das Hologramm des Kreditkartenunternehmens ist bei den meisten Kreditkarten auf deren Rückseite zu finden. Das Sicherheitsmerkmal soll als Schutz vor Kartenduplikaten dienen. | Sicherheitschip: Der Sicherheitschip oder EMV-Chip ist in Europa verpflichtend, um den Schutz vor Kartenduplikaten und Fälschungen zu erhöhen, da darauf die Kartendaten verschlüsselt gespeichert sind. Der Chip sichert Ihre Karte sowohl beim Bezahlen an der Kasse als auch beim Abheben von Bargeld am Bankomaten. |
Kreditkartenanbieter setzen mittlerweile zusätzlich auf biometrische Lösungen wie eine Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung, um eine Zahlung per Kreditkarte freizugeben.
Wie kann ich mich vor Kreditkartenbetrug schützen?
Vorsichtig mit den eigenen Daten umgehen – online und offline
Der Schutz Ihrer Kreditkartendaten ist online wie offline essenziell. Beim Einkaufen im Internet sollten Sie stets darauf achten, wem Sie Ihre Zahlungsdaten anvertrauen.
Vertrauen Sie nur Shops, die:
- eine verschlüsselte Datenübertragung nutzen („https“ in der Adresszeile und ein Vorhängeschlosssymbol)
- Sicherheitssiegel aufweisen, die seriöse Anbieter auszeichnen
- das 3D-Secure-Verfahren verwenden, bei dem Zahlungen zusätzlich mit einem Passwort, einer TAN oder biometrischen Merkmalen bestätigt werden
Haben Sie Zweifel an der Seriosität einer Webseite, verzichten Sie lieber auf den Kauf – selbst bei vermeintlichen Schnäppchenangeboten.
Auch offline sollten Sie sorgfältig mit Ihrer Kreditkarte umgehen. Verwahren Sie sicherheitsrelevante Daten wie die PIN niemals gemeinsam mit der Karte und geben Sie Ihre PIN nie online ein. Nutzen Sie Ihre Geheimzahl ausschließlich zum Abheben von Bargeld oder Bezahlen in Geschäften.
Bei E-Mails misstrauisch sein
Datendiebe versuchen Sie beispielsweise mittels einer gefälschten E-Mail auf eine betrügerische Webseite zu locken. Dort fordern diese Sie dazu auf, Ihre Kreditkartendaten anzugeben und greifen diese dann ab.
Die Betrüger geben in Ihren Mails dabei oft vor, dass eine Sicherheitsüberprüfung ansteht, knüpfen an aktuelle Ereignisse an oder täuschen ein vermeintliches Gewinnspiel mit einem attraktiven Preis vor.
Ein weiterer Dauerbrenner sind Mails, die vorgeben, Ihre Daten seien veraltet und Sie müssten diese sofort aktualisieren. Oft sind solche betrügerischen E-Mails und Webseiten daran zu erkennen, dass diese offensichtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten.
Grundsätzlich sollten Sie nie auf E-Mails reagieren, die Sie dazu auffordern, Ihre Kreditkartendaten herauszurücken. Banken und Kreditkartenanbieter fragen niemals per E-Mail nach sensiblen Daten oder fordern Sie zum Klick auf externe Links auf.
Löschen Sie solche Nachrichten sofort oder verschieben Sie sie in den Spam-Ordner.
Setzen Sie ein Limit für Einkäufe mit Ihrer Kreditkarte. Sollten Betrüger an Ihre Karte gelangen, kann so nur ein begrenzter Schaden entstehen.
Kreditkarte nicht aus der Hand geben
Eine Zahlung per Kreditkarte ist schnell und komfortabel. Dabei sollten Sie aber nicht leichtsinnig werden und keinesfalls Ihre Kreditkarte aus der Hand geben. Das gilt zum Beispiel bei der Bezahlung im Restaurant.
Aber auch im Büro, im Hotelzimmer oder im Auto sollten Sie Ihre Karte nie unbeaufsichtigt liegen lassen. Denn Ihre Kartendaten samt Prüfnummer lassen sich schnell abschreiben oder kopieren.
In manchen Online-Shops reichen diese Informationen leider noch immer aus, um in Ihrem Namen zu bezahlen, obwohl dies seit der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht mehr möglich sein sollte.
Kreditkartenabrechnung prüfen
Um falsche Abbuchungen schnellstmöglich zu entdecken, sollten Sie stets Ihre Kreditkartenabrechnung prüfen. Dazu nehmen Sie einfach die monatliche Abrechnung oder sehen sich Ihre tagesaktuellen Umsätze im Online-Banking an.
Zusätzlich können Sie sich für jeden Umsatz auf Ihrer Kreditkarte eine Push-Nachricht auf Ihr Smartphone schicken lassen. Überprüfen Sie dabei, ob Sie wirklich alle Buchungen getätigt haben. An dieser Stelle sollten Sie nicht nur höhere Beträge im Auge haben.
Eine gängige Betrugsmasche ist es, dass Betrüger einen kleinen Betrag von Ihrem Konto abbuchen – in der Hoffnung, dass dies unbemerkt bleibt. Bemerken Sie unbekannte Abbuchungen, sollten Sie diese unverzüglich Ihrer Bank melden, Ihre Karte sperren lassen und eine Anzeige bei der Polizei aufgeben. Bei einem solchen Vorgehen erhalten Sie in aller Regel auch Ihr Geld zurück.
Wer haftet bei Kreditkartenbetrug
Per Gesetz müssen Sie für Schäden bis zu 50 Euro aufkommen. Melden Sie allerdings den Verlust der Kreditkarte unverzüglich, verzichten viele Anbieter auf diese Gebühr und übernehmen den vollen Betrag.
Handeln Sie aber grob fahrlässig oder gar selbst betrügerisch, müssen Sie in vollem Umfang selbst haften. Grob fahrlässig handeln Sie zum Beispiel, wenn Sie Ihre PIN auf die Kreditkarte schreiben. Nachdem Sie Ihre Karte gesperrt haben, haftet grundsätzlich die Bank.
Im Ernstfall richtig handeln
Sobald Sie den Verdacht eines Betrugs haben, sollten Sie unverzüglich Ihre Kreditkarte sperren lassen. Am einfachsten geht das mit der kostenlosen Nummer 116 116 des Sperrnotrufs. Bei Anrufen aus dem Ausland müssen Sie dafür zusätzlich die Ländervorwahl (0049) wählen und die Kosten des ausländischen Netzbetreibers bezahlen.
Sie können sich auch direkt an Ihre Bank oder den Kreditkartenanbieter wenden. Das geht entweder über die zugehörige App oder über die Hotline – bei Visa unter 800 811 8440 und bei Mastercard unter 800 071 3542.
Falls Sie Ihre Karte verloren haben, sollten Sie das zusätzlich auch der Polizei melden. Verlangen Sie dabei in beiden Fällen unbedingt eine Bestätigung der Anzeige. So können Sie bei Nachfragen immer beweisen, dass Sie Ihre Anzeigepflicht erfüllt haben.
So behalten Sie Ihre Kreditkarte sicher unter Kontrolle
Wenn Sie diese einfachen Tipps beherzigen und im täglichen Umgang mit Ihrer Kreditkarte anwenden, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie am Ende auf dem Schaden sitzen bleiben, selbst wenn Sie trotz aller Vorsicht zum Opfer von Betrügern werden sollten.Dennoch gilt es wachsam zu sein und immer die Umsätze Ihrer Karte im Auge zu behalten. Denn nur so können Sie sicher sein, dass niemand sich unerlaubt Zugang zu Ihrem Kreditkartenkonto verschafft hat.
Typische Anzeichen für Kreditkartenbetrug sind:
- Unbekannte oder unerklärliche Umsätze
- Sehr kleine Testbeträge
- Abbuchungen aus dem Ausland, die Sie nicht getätigt haben
- Mehrere Zahlungen in kurzer Zeit
Ja, Banken erstatten Kreditkartenbetrug in der Regel, sofern Sie den Betrug zügig melden und keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Unberechtigte Umsätze werden geprüft und bei berechtigtem Anspruch zurückgebucht.
In den meisten Fällen trägt nicht der Karteninhaber den Schaden, sondern die Bank oder das Kreditkartenunternehmen. Für Karteninhaber gilt gesetzlich eine Haftungsgrenze von maximal 50 Euro – oft entfällt selbst diese, wenn der Betrug früh gemeldet wird. Ausnahme: Wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt, zum Beispiel wenn die PIN auf der Karte notiert ist.
Bei ordnungsgemäßer Nutzung und schneller Meldung bleiben Sie meist nicht auf den Kosten sitzen.
Wenn Sie Kreditkartenbetrug vermuten, sollten Sie sofort handeln:
- Kreditkarte sperren
- Betrug der Bank melden
- Umsätze prüfen und reklamieren
- Ggf. Anzeige erstatten, wenn die Bank dies verlangt
Nein, eine private Haftpflichtversicherung greift bei Kreditkartenbetrug in der Regel nicht. Der finanzielle Schaden wird üblicherweise über die Bank oder den Kreditkartenanbieter abgewickelt.
Einige Versicherungen bieten spezielle Cyber- oder Online-Schutzpakete, diese sind aber keine Voraussetzung, um Geld zurückzubekommen.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
Kreditkartenarten
- Kreditkarte
- Kostenlose Kreditkarte
- Kreditkarte mit Kreditrahmen
- virtuelle Kreditkarte
- Prepaidkarte
- Kreditkarte mit Ratenzahlung
- Kreditkarte ohne Girokonto
- Firmenkreditkarte
- Kreditkarte ohne Schufa
- Kreditkarte für Studenten
- Kreditkarte fürs Ausland
- Debitkarte
- Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung
- Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung
- Kreditkarte mit Versicherungen
- Premium-Kreditkarte
- Goldene Kreditkarte
- Platin Kreditkarte
- Schwarze Kreditkarte
- Reisekreditkarte
- Cashback-Kreditkarte
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- Kreditkarte ohne Einkommen
Kreditkarten-Tests
- Gebührenfrei Mastercard Gold
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- C24 Mastercard
- Bunq Kreditkarte
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- ING Kreditkarte
- DKB Debitkarte
- PAYBACK American Express Karte
- Instabank Kreditkarte
- PAYBACK Visa Karte










